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Thema 24: Gefecht von Rheineck

"Wie die vyenden über den alten Rin in schiffen gan Rineck verfügtend, und wie es daselbs gieng"

Vor dem Städtchen Rheineck überfallen schwäbische Truppen die eidgenössischen Wachen. Hinter Bäumen und Sträuchern in einem Arm des alten Rheins die Nauen, mit denen die Angreifer heimlich gelandet sind.

 

20. Juli 1499

Das geschickt angelegte Landungsunternehmen unter Leitung des Grafen von Zollern, überrascht die 150 eidgenössischen Knechte, deren Wachsamkeit unter dem langweiligen Vorpostendienst gelitten hat. So bleiben die Gefechte von Rheineck und Rorschach, wo ein Teil der Schwäbischen gelandet ist, die einzigen Schlappen der Eidgenossen im Schwabenkrieg. Die Angreifer steigen ungeschlagen und mit Beute in ihre Schiffe, die Eidgenossen zählen ihre vielen Gefallenen, darunter den Vogt von Rheineck, den Luzerner Ritter und Stadtschreiber Melchior Russ. Die Verlustzahlen der Chronisten beider Seiten sind hier ebenso wenig verlässlich wie bei den oft phantastischen Truppenstärken. Eine genauere Quelle sind die Jahrzeitbücher der Innerschweiz, die die Gefallenen der einzelnen Orte nach Schlachten und mit vollem Namen und Todesdatum auflisten. Hier erscheinen die Verluste der Urschweizer Kontingente weniger schmerzlich. Für die Gefechte und Schlachten des Rheintales finden wir:

Wenn zu diesen 62 gefallenen Urschweizern auch die Verluste der Zürcher und einzelner Glarner, Bündner, Appenzeller und St.Galler Abtsleute dazukommen, so sind wohl in den Gefechten und Schlachten zwischen Bodensee und Luziensteig auf eidgenössischer Seite kaum mehr als 150 Mann gefallen.