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Thema 18: Sundgauer Zug

"Wie sich aber ein zug besamlet der Brisgöwern und Sungöwern, und wie die Eitgnossen dz vernomend"

Einnahme von Habsheim im Elsass. Darstellung einer ungewöhnlichen hölzernen Ortsbefestigung mit Bohlenwänden und hölzernem Torturm. Zum Schutz des Vorfeldes improvisierter Verhau aus nur teilweise entasteten Bäumen. Die Kontingente von Freiburg, Bern, Luzern und Solothurn mit Fähnlein in den Standesfarben und eidgenössischem Kreuz.

 

6. – 8. Mai 1499

Auf wiederholte Nachrichten über grosse königliche Verbände im Breisgau und Sundgau (Elsass) eilen Luzerner und die westlichen Stände Freiburg und Bern, aber auch die Bieler, die Neuenstädter und die von Landeron den bedrohten Solothurnern zu Hilfe. Die königlichen Truppen aber ziehen sich am 3. Mai wieder zurück. Ein Teil der Hilfskontingente rückt nun ab, der Rest zieht in den Sundgau, den Feind zu suchen und Beute zu machen. Über Muttenz bewegt sich der Zug nach dem elsässischen Blotzheim, wo der Feind schon abgezogen ist. Der Zug endet in Habsheim, das geplündert und verbrannt wird. Die Weisung des Berner Rats an seine Hauptleute, Brand und Raub zu unterlassen, bleibt einmal mehr ungehört. Rachedurst für erlittene Schmähungen und Beutesucht des einzelnen Kriegers bestimmen das Geschehen im Felde weit mehr als politische und strategische Überlegungen der weit entfernten staatlichen Führung.