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Thema 16: König Maximilian übernimmt die Kriegsführung

"Wie Maximilian der Römsch küng diss ding in den Niderland vernam und sich haruff bitz gan Zell am Undersew verfügt"

König Maximilian mit dem Reichszepter in der rechten Hand eröffnet die Versammlung der Abgesandten der Reichsstädte in Zell am Untersee. Festlicher Innenraum mit hölzerner Tonnendecke, Quadermauern mit Zangenlöchern, Butzenscheibenfenster mit Windeisen und Schiebern, der Boden mit Schachbrettmuster.

 

28. April 1499

Die schlechten Nachrichten vom Hochrhein rufen Maximilian aus den Niederlanden herbei. Er kommt nach Zell am Untersee und entfaltet am 28. April in Überlingen das Reichsbanner als äusseres Zeichen, dass er nun persönlich die Führung übernimmt. Er weist die Fürsten und Reichsstädte an, erneut Truppenkontingente zu stellen und legt Besatzungen und Vorräte in die bedrohten Städte entlang des Rheins. Der Hauptmann Willibald Pirkheimer überliefert uns die Zahlen seines Nürnberger Zuzuges: 400 Mann Fussvolk und 60 Reiter, 6 leichte Feldschlangen und ein schweres Geschütz, dazu 8 Reiswagen mit Proviant, Schwefelpulver und Biwackmaterial. In Tettnang am Bodensee inspiziert der König die Nürnberger und schickt sie dann als Verstärkung nach Feldkirch.