zurück Inhalt weiter

Thema 12: Ein schwäbisches Landungsunternehmen bei Horn wird zurückgeschlagen

"Wie ettlich schiff den Bodense harab gan Costenz zue gingend mit lüten und andern und wie es inen ging"

Bodenseeufer bei Horn, im Hintergrund das Städtchen Arbon. Die Eidgenossen brechen aus dem Tannwald, in dem sie sich verborgen hielten, treiben die gelandeten Schwäbischen in ihre Nauen und schiessen mit Handbüchsen auf die fliehenden Schiffe.

 

April 1499

Der Schwabenkrieg ist neben den überlieferten Gefechten und Schlachten gekennzeichnet von gegenseitigen Raubzügen, bei denen man weniger die Konfrontation mit dem Feind in der offenen Feldschlacht sucht, als die Gegenseite durch Plünderung und Brandstiftung zu schädigen. Wichtiger als die staatlichen Ziele solcher Kriegsführung sind die privaten Ziele des einzelnen Kriegsknechtes, dem seine Beute oft mehr gilt als die Weisungen seiner Hauptleute. Diebold Schilling erzählt hier eine dieser nicht gezählten und längst vergessenen Aktionen am Bodenseeufer zwischen Arbon und Rorschach. Eine Episode mit 4 erstochenen und 7 ertrunkenen Feinden, die der Chronist wohl nur erwähnt, weil ihm das Beispiel der 50 Eidgenossen, die 400 Schwäbische angreifen, besonders ehrenhaft erscheint.