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Thema 11: Bergung der toten Konstanzer am Tage nach der Schlacht

"Wie die priester und frowen von Costentz harusskamend, ettliche erschlagne hinin zu füren und ze begraben"

Vor den Toren von Konstanz laden Frauen und Priester die gefallenen Angehörigen und Freunde auf Karren. Mit diesem Bild schliesst der Chronist seine Erzählung über die Schlacht bei Schwaderloh. Während er alle andern Schlachtgeschehen gerade mit einem Blatt würdigt, wird hier Vorgeschichte, Hauptereignis und Ausgang mit fünf Bildern dargestellt. Damit wollte er sicher seiner Stadt Luzern Ehre antun, deren Leute im Felde ja zum Waffengang gerufen hatten.

 

12. April 1499

Während die Konstanzer ihre Toten in die Stadt bringen, sammeln die Eidgenossen, die nur geringe Verluste beklagen, ihre Beute. Der Feind hinterlässt alle Trosswagen und 19 Geschütze, darunter auch die zwei verlorenen Luzerner Stücke. Der am Morgen geraubte Kirchenschatz wird bei toten Schwäbischen aufgefunden und den Ermatingern zurückgegeben. Die Fahnen von Stockach und Ulm aber hängen noch Jahrhunderte zur Erinnerung an diesen Tag in der Barfüsserkirche zu Luzern.