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Thema 10: Die Nachricht von der Niederlage verbreitet sich in Konstanz

"Wie man zu Costentz sturm lüt, und ein kläglich wäsen und geschrey wart von der flucht der iren"

Mittelalterliches Stadtbild mit verschiedenen Haustypen: Steinhaus mit Quadermauerwerk und offener Halle, Fachwerkbauten mit Ständerkonstruktion und Riegelwerk. Gepflästerter Platz mit Sodbrunnen. Erschreckte Bürger und wehklagende Frauen.

 

11. April 1499

Die Sturmglocken verheissen nichts Gutes. Das grosse Heer, das am frühen Morgen "frölich uss der statt gesprungen" war, flutet nun geschlagen gegen die Stadt und an der Stadt vorbei, wobei viele versuchen, den noch winterkalten Rhein schwimmend zu durchqueren. Die Schlacht ist geschlagen. Wer verletzt liegengeblieben ist, wird erstochen. Bereits am 11.März hat die eidgenössische Tagsatzung beschlossen und die Truppen schwören lassen, dass in diesem Krieg keine Gefangenen gemacht würden. Der Nürnberger Chronist Willibald Pirckheimer nennt 2000 Gefallene, andere Quellen sprechen von 1300 Opfern, allein aus Konstanz kehren 130 Mann nicht mehr heim. Diese werden am 12.April geborgen. Aber über 1000 ihrer Ausrüstung und Kleidern beraubte Gefallene bleiben liegen und verwesen auf offenem Felde.