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Thema 5: Brandschatzung der Herrschaft Sax

"Wie demnach aber die Schwäbschen der Eitgnossen zusätz und sunderlich heren Ulrichen von Sax, frygheren, überfielend und grossen mutwillen tribend"

 

25. März 1499

Im Rheintal folgen sich gegenseitige Beutezüge, unter denen die Landbevölkerung auf beiden Rheinseiten sehr leidet. Ein solcher Zug verwüstet am 25. März die kleine Freiherrschaft Sax mit den Dörfern Sennwald, Sax und Gams. Der Inhaber Ulrich von Sax kämpfte schon als Knabe mit den Eidgenossen bei Grandson, auf dem Felde von Murten wurde er zum Ritter geschlagen. Für seinen Einsatz im Schwabenkrieg schenkt ihm Zürich weitere Besitzungen, die Tagsatzung verehrt ihm zwei "Strittbüchsen" aus der Geschützbeute von Frastanz.

Das verwüstete Dorf Sennwald mit seiner "rothen Kilchen". Das Bild weist auf zwei Wundergeschehen hin, die sich während dieses Raubzuges ereignet haben sollen: Beim Brand der Kirche schmilzt zwar die metallene Monstranz auf dem Altar in der Hitze, die Hostie aber bleibt unversehrt. Und zwischen spielende Kinder trifft eine Kanonenkugel, ohne Schaden zu stiften. Die schwäbischen Knechte halten es nicht anders als die "frommen" Eidgenossen: Sie tragen als Beute allen Hausrat zusammen; Bettzeug, eine Wiege und Pfannen. Im Hintergrund schwäbische Truppen.