zurück Inhalt weiter

Thema 3: Zug der Eidgenossen durch den Walgau und Schlacht bei Hard

" Wie die im Walgow den Eitgnossen schwurent und man demnach damaln gan Hart zoch, da ein schlacht beschach"

Schlacht bei Hard am Ufer des Bodensees. Die Eidgenossen mit den Fähnlein der Urschweiz und Zürichs sind am weissen Kreuz auf Ärmeln und Beinkleidern zu erkennen.

 

12. Februar 1499

Die Eidgenossen haben sich im Lager zu Azmoos besammelt und durchschreiten im Feuer königlicher Geschütze den Rhein, nehmen die Burg Vaduz ein und ziehen plündernd durch den Walgau, die Bevölkerung muss den Treueid schwören. Die Bündner erobern Maienfeld zurück, der österreichische Parteigänger Hans Wolf Ort wird vom Kriegsgericht verurteilt und vom Luzerner Nachrichter enthauptet.

20. Februar 1499

Am Ufer des Bodensees zwischen Fussach und Hard treffen die Eidgenossen auf ein königliches Heer und gewinnen den "Truck". Viele Königliche kommen um bei der Flucht durch Sumpf und Wassergräben und beim Untergang überladener Schiffe. Die grosse Kälte verhindert ein weiteres Vorgehen. Der Chronist Brennwald berichtet darüber mit einer makabren Begebenheit: Einige Eidgenossen hatten bei der Verfolgung durch Sumpf und Gräben ihre Schuhe verloren. Nach einer Nacht an den Lagerfeuern suchten sie bei toten Feinden Ersatz. Die Körper der Toten waren aber in der grossen Kälte samt Kleidern und nassen Schuhen durchgefroren: "wo si ein figind sachen, der guot schuo hat, dem huwend si die füess ab und staltend (stellten) die zu dem für, bis si entfruorend (auftauten), dan schutend (schälten) si die füess darus und leitend die schuo an, den es so kalt was, das der nacht alle zu stock gefroren waren".