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Thema 1: Zuzug der Urner nach Chur und erste Kriegshandlungen

"Wie die von Ure vor anderen Eitgnossen den puntlüten ze hilff kamend"

Begrüssung des Urner Zuzuges vor Chur. Die Frühlingslandschaft täuscht: Der Winter 1498/99 bleibt lange als "harter Winter" in Erinnerung.

 

6. Februar 1499

Nach dem Einfall tirolischer Truppen ins Münstertal im Januar erbitten die Bünde die Hilfe der seit kurzem verbündeten Eidgenossen. Die 200 Urner, die den hoch verschneiten Oberalp überqueren, treffen unter Führung ihres Hauptmanns Heini Wolleb am 2. Februar in Chur ein. Am gleichen Tage wird in Glurns ein Waffenstillstand abgeschlossen. Als die Kunde davon zwei Tage später in Chur eintrifft, ziehen die Urner ab. Bei Balzers stehen am 6. Februar königliche Knechte jenseits des Rheins, die die abziehenden Urner übel verspotten. Die Urner sehen rot, durchwaten den eisigen Rhein, stechen die Spötter nieder und stecken ein paar Häuser in Brand. Dieser spontane und von keiner Obrigkeit gutgeheissene Rachezug nach Balzers ist die erste Kriegshandlung eidgenössischer Truppen und de facto der Beginn des Schwabenkrieges.